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Aus fundamentaler Sicht hat sich in den letzten Wochen der Trend zu einem synchronen weltwirtschaftlichen Aufschwung weiter gefestigt. In den USA spiegeln aktuelle Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung zwar noch nicht das spürbare Anspringen der Konjunktur wider, auf das Frühindikatoren schon seit einer Weile hindeuten. Dennoch ist eine weitere Dynamisierung der US-Konjunktur auf kurze Sicht wahrscheinlich. Auch in den Schwellenländern und der Eurozone, die nach der Wirtschafts- und Finanzkrise nach wie vor über Aufholpotenzial verfügen, dürfte das Konjunkturmomentum an Dynamik gewinnen. Im Euroraum entwickeln sich die Einkaufsmanagerindizes weiter robust. Der Ifo Geschäftsklimaindex bestätigt, dass die Stimmung deutscher Unternehmen so positiv ist, wie seit 2011 nicht mehr. Nachdem es in den Niederlanden nicht zu dem befürchteten Auftrumpfen der Populisten gekommen ist, stellt sich auch im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen in Frankreich ein ähnlicher Optimismus ein. Politische Extremszenarien sind im Euroraum aus aktueller Sicht daher nicht zu erwarten.

Mit Blick auf die Inflationsentwicklung dürfte sich der Anstieg der Teuerungsraten in den nächsten Monaten zunächst nicht fortsetzen – denn der leichte Rückgang der Ölpreise in den zurückliegenden Wochen sollte dämpfend wirken. Nach vorne gerichtet könnte die Entwicklung in den USA und der Eurozone etwas auseinanderdriften, da der Lohndruck in den USA höher ist als diesseits des Atlantiks. Im Euroraum sind dagegen wenige Treiber für einen Anstieg der Kerninflation zu erkennen. Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass die mittelfristigen Inflationserwartungen ihren seit September 2016 währenden, steilen Anstieg zunächst beendet haben und seit einigen Wochen seitwärts oder sogar leicht abwärts tendieren.

Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer regulären Sitzung im März die Leitzinsen zwar wie erwartet angehoben. Das begleitende Communiqué fiel für viele Marktteilnehmer aber überraschend defensiv („dovish“) aus. Trotz der Betonung von zwei weiteren Zinsschritten im laufenden Jahr 2017 dämpfte der Ausblick der Fed die Entwicklung der Treasury-Renditen und des US-Dollar. Im Euroraum kamen in den vergangenen Wochen Gerüchte auf, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) eine Anhebung des Zinses plant, den Banken für „Overnight deposits“ zahlen müssen. Die TCV rechnet nicht mit einer solchen Entscheidung. Vielmehr geht das Gremium davon aus, dass die Notenbank ab Sommer die allmähliche Rückführung des Anleihekaufprogramms kommunikativ vorbereiten und im Herbst das „Tapering“ schließlich ankündigen wird.

 

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